League of Legends Matchfixing Skandal: Lebenslange Bans… | EarlyGame
Matchfixing im großen Stil

League of Legends Matchfixing Skandal: Lebenslange Bans für Spieler

League of Legends
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LoL ist eine wachsende Branche, gerade in China. In einer der besten Ligen der Welt wird anscheinend aber nicht immer fair gespielt. (Quelle: LPL)

League of Legends erlebte am Wochenende den wohl größten Skandal der letzten Jahre. In China wurde flog ein riesiger Matchfixing-Skandal auf. Insgesamt wurden 38 Spieler, Coaches und Manager im Spiel gesperrt. 12 davon haben direkt lebenslange Sperren erhalten. Riot Games macht anscheinend keine halben Sachen.


Wer wurde gesperrt?

  • Der prominenteste Ban ging wohl an den Jungler von FunPlus Phoenix, Zhou "Bo" Yang-Bo. Er wird für insgesamt 4 Monate gesperrt. Das sollte ihn hart treffen, er hatte sich zuletzt als Vertretung für den Nummer 1 Jungler Tian im Team bezahlt gemacht.
  • ThunderTalk Gaming erwischte es in der LPL auch noch. Der Support Teeeen wird für 4 Monate gesperrt, der Jungler bless sogar für 12!
  • Die Academy-Liga der LPL, die LDL, wurde wesentlich härter rangenommen. Shen Jie Gaming wurde komplett gesperrt, teilweise haben Spieler und Coaches lebenslange Strafen bekommen. 

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Der Ban wirkt fast wie eine Uni-Exmatrikulation – Spieler dürfen weder an offiziellen LoL-Matches teilnehmen, noch LoL-Content streamen. League of Legends darf also unter keinen Umständen monetarisiert werden.

Bo FunPlus Phoenix
Der Jungler von FunPlus Phoenix ersetzt aktuell immer öfter Tian, der sich wegen psychischer Probleme vorerst zurückziehen wollte. (Quelle: FunPlus Phoenix)

Warum wurden die Profis gesperrt?

Bei dem Ausschluss der Spieler und Coaches geht es um Matchfixing. Matchfixing bedeutet im Großen und Ganzen, dass beide Teams sich schon vor einem Spiel über das Ergebnis des Spiels einigen, also vorher absprechen, wer gewinnen wird. Das ist in der Vergangenheit schon bei Turnieren passiert, als Teams sich zum Beispiel in eine bessere Position für die Playoffs bringen wollten.

Hier war es leicht anders. Beim Match Fixing in der LPL ging es hauptsächlich darum, dass Spieler oder Coaches des Teams vorher auf ihre Niederlage gewettet und dann vorsätzlich verloren haben (oder halt andersherum).

Wie ihr im Tweet sehen könnt, ist der wohl prominenteste der gebannte Spieler, "Bo", zuerst an Riot Games und dann an die Öffentlichkeit herangetreten. Im Februar 2021 stieß er durch seine Selbstanzeige eine Untersuchung an, die im Endeffekt den gesamten Skandal ans Licht brachte. Dank der Selbstanzeige bekam er eine Strafmilderung und wird für die Playoffs wieder bei FunPlus Phoenix am Start sein.

Nochmal zur Erinnerung: FunPLus Phoenix schaffte es im letzten Split auf Platz 2 hinter RNG. Die LPL ist aktuell eine der stärksten, wenn nicht die stärkste League of Legends-Liga der Welt, weshalb die Selbstanzeige des 19-Jährigen, der laut eigener Aussage sehr unter dem Problem gelitten hat, sehr mutig ist.

Wie geht es jetzt weiter?

Die LPL hat in einem Twitter-Announcement die Probleme adressiert und Lösungen vorgeschlagen. Teil davon ist die Bereitstellung von Geldern für Ermittlungen und Prävention gegen Matchfixing. Dazu soll ein spezielles Team eingesetzt werden, damit so etwas nicht nochmal vorkommt. In Zukunft werden die Strafen außerdem nochmal angehoben werden, damit auch ja keiner mehr auf den Gedanken kommt, Riot zu betrügen.

Der Markt für Esports-Wetten für League of Legends ist gerade während der Pandemie extrem gewachsen und erfreut sich großer Beliebtheit. Inzwischen kann man sogar auf ganz normale Matches, außerhalb der Profiligen wetten, sobald ein prominenter Spieler teilnimmt. 

Was haltet ihr davon? Geraten die Wetten langsam außer Kontrolle? Teilt es uns mit auf Twitter oder Discord!

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