Sackboy: A Big Adventure im Test - Review des PS5 Games | EarlyGame
Guter Stoff für Koop-Fans

Sackboy: A Big Adventure im Test

Gaming
Sackboy hüpft frohen Mutes in sein nächstes Abenteuer. Der PS5-Starttitel Sackboy: A Big Adventure im Test
Sackboy: A Big Adventure hüpft zum PS5-Start ganz oben mit. (Quelle: Sony Interactive Entertainment)

Mit dem Kreativbaukasten LittleBigPlanet bescherte Entwickler Media Molecule den PlayStation-Konsolen mit Sackboy ein neues Maskottchen. Auf PlayStation 5 und PS4 feiert das knuffige Stoffmännchen im Jump-and-Run Sackboy: A Big Adventure seinen ersten echten Solo-Auftritt und der hat einiges auf dem Kasten, wie unser Test verrät.

Die Games von Media Molecule strotzen nur so vor kreativen Ideen, das beweisen die LittleBigPlanet-Titel oder zuletzt der PS4-Exklusivtitel Dreams. Für den Plattformer Sackboy: A Big Adventure geben die britischen Entwickler ihr namensgebendes Maskottchen in die Obhut der Kollegen von Sumo Digital. Unser Test des PS5-Starttitels beweist, dass Sackboy auch ohne Leveleditor aus dem richtigen Stoff gemacht hast.


Sackboy ist zurück

Nach seinem Videospiel-Debüt im Jahr 2008 musste das PlayStation-Maskottchen Sackboy für etliche Spin-offs, Handheld-Auftritte und drei hervorragende LittleBigPlanet-Ableger herhalten. Im PS5-Launchtitel Sackboy: A Big Adventure (der übrigens auch auf PS4 erhältlich ist) fehlt allerdings das wichtigste Alleinstellungsmerkmal der Reihe: der Level-Editor.

Das große Abenteuer des Stoffmännches präsentiert sich diesmal als klassischer 3D-Plattformer in der Tradition von Nintendos kultigem Klempner, oder Ex-Maskottchen Crash Bandicoot. Aber dringt es auch in ähnliche Spielspaß-Regionen vor? Tut es!

In Sackboy: A Big Adventure stellt sich die charmante Spielzeugfigur der Bedrohung durch Bösewicht Vex, der die künstlerische Freiheit unterdrücken und die Stoffwelt ins Unheil stürzen will. Natürlich eilen wir als tapferer Stoff-Recke sofort zur Rettung.

Sackboy rennt durch die kunterbunte Stoff-Welt. Der Titel präsentiert sich als klassisches 3D-Jump-and-Run
Sackboy: A Big Adventure macht auch ohne Level-Editor mächtig Laune. (Quelle: Sony Interactive Entertainment)

Kreatives Gameplay in Sackboy: A Big Adventure

Um Vex in seine Schranken zu weisen ist es unsere Aufgabe, alle blauen Träumerkugeln zu sammeln und uns so dem Fiesling anzunähern. Auf einer kunterbunten, handgenährten Weltkarte wechseln wir zwischen den verschiedenen Leveln, die in fünf große Gebiete unterteilt sind. Diese unterscheiden sich wiederum optisch wie spielerisch stark voneinander – für Abwechslung ist also gesorgt.

Aller Anfang ist in Falle von Sackboy: A Big Adventure dabei ziemlich leicht, denn den Einstieg gestalten die Entwickler äußerst simpel. Vor allem in den ersten Leveln stellt uns der Titel kaum vor nennenswerte Herausforderungen – doch keine Sorge: das wird sich schon sehr bald ändern.

Sackboy hat nach seinem letzten Auftritt nämlich viele neue Moves auf dem Kasten und befand sich in den Jahren der Abwesenheit offenbar im Trainingslager bei Mr. Miyagi. Mit einer flinken Ohrfeige erwehren wir uns den Schergen, die uns Vex an den Hals schickt. Hinzu gesellen sich Drehangriffe oder Stampfattacken, die selbst Super Mario nicht besser hinbekommt.


All das wird (zumindest auf PS5) begleitet vom gelungenen haptischen Feedback des DualSense-Controllers, während der eingebaute Lautsprecher unsere Attacken akustisch in Szene setzt.

Doch auch abseits der Kämpfe hat Sackboy: A Big Adventure eine Menge zu bieten. So überzeugt der Titel mit enorm kreativen und abwechslungsreichen Sprungpassagen, während wir im Sprung mithilfe einer beherzten Hechtrolle die nächste Plattform erreichen.

Ein Bosskampf gegen den Yeti in Sackboy: A Big Adventure
Sackboy mach kreativ Gebrauch von den DualSense-Features, geht aber nicht so weit wie Astro's Playroom. (Quelle: Sony Interactive Entertainment)

Griffig wie ein Sackboy

Natürlich spielt abermals das Greifen eine entscheidende Rolle in den abwechslungsreichen Leveln. Denn während sich Sackboy: A Big Adventure spielerisch von seiner Vorlage unterscheidet, weist die Spiewelt einige Parallelen zu den LBP-Games auf.

Per Knopfdruck hält sich Sacky an Leinen fest oder greift Schwämme, um tiefe Abgründe zu überwinden. Das ist zwar alles nicht wirklich neu, funktioniert aufgrund der präzisen Steuerung allerdings besser als jemals zuvor.

Besonders mit Erreichen der zweiten Welt entfaltet der Plattformer dann sein volles Potenzial und punktet mit detailverliebten und enorm kreativen Umgebungen, die die Möglichkeiten des neuen Controllers gekonnt in Szene setzen.

Die adaptiven Trigger lassen beim Klettern beispielsweise einen angenehmen Widerstand spüren, der sich tatsächlich positiv auf die Spielerfahrung auswirkt. Zudem macht Sackboy: A Big Adventure in einigen Bereichen gekonnt Gebrauch von der Bewegungssteuerung des DualSense.

Besonders spaßig wird’s im optionalen Koop-Modus des Spiels, denn bis zu vier Spieler können gemeinsam an einer Konsole auf die Jagd nach Vex gehen. Neben der Möglichkeit, die gesamte Story kooperativ zu absolvieren, erwarten euch eigene Koop-Level, die voll und ganz auf Teamwork ausgelegt sind. Eines haben sie alle gemeinsam: Sie machen mächtig viel Spaß.

Hinweis: Ein Online-Koop-Modus inklusive Crossplay zwischen PS5 und PS4 wird Ende 2020 als kostenloses Update folgen.
Sackboy: A Big Adventure Gameplay aus der PS5-Version
Vor allem die späteren Welten werden euch einiges abverlangen. (Quelle: Sony Interactive Entertainment)

Musikalische und wunderschöne Stoffmännchen

Das spielerische Highlight von Sackboy: A Big Adventure stellen allerdings die Musik-Level dar, in denen wir uns unweigerlich an Rayman Legends erinnert fühlen (auch wenn die Umsetzung im Ubisoft-Abenteuer stimmiger ausfiel). Nur dass wir hier passend zum Beat von lizenzierten Songs wie „Toxic“ von Britney Spears oder „Let’s Dance“ von David Bowie herumspringen.

Regelmäßig ertappen wir uns mit einem breiten Grinsem im Gesicht beim leisen Mitsummen oder lauten Mitgrölen. Schlicht und ergreifend: ein großer Spaß für die ganze Familie, bei dem lediglich die starre Kamera-Perspektive und der etwas zu niedrige Schwierigkeitsgrad Anlass zur Kritik bieten.

Aus grafischer Sicht überzeugt Sackboy: A Big Adventure zudem mit einem malerischen, knallbunten Stoff-Look, der in ähnlicher Form ja bereits Nintendo-Dino Yoshi oder Sackboy höchstselbst hervorragend zu Gesicht stand.

Die PlayStation-5-Fassung präsentiert sich darüber hinaus technisch sauberer, läuft flüssiger und punktet mit zusätzlichen Details sowie unverschämt kurzen Ladezeiten. Auch wenn das grafische Effekt-Feuerwerk ausbleibt, überzeugt Sackboy: A Big Adventure durch seine charmante und stimmige Optik auf ganzer Linie.


Fazit zu Sackboy: A Big Adventure

Wer knuffige Jump-and-Runs im Stile von Super Mario Odyssey oder Yoshi’s Crafted World schätzt, kommt mit dem PlayStation-Exklusivtitel Sackboy: A Big Adventure voll auf seine Kosten. Tatsächlich beweist der Titel eindrucksvoll, dass die Gameplay-Mischung der LittleBigPlanet-Spiele auch ohne umfangreichen Editor jede Menge Spaß macht.

Und für gute Laune sorgt der Plattformer mit seinen kreativen Ideen, innovativen Funktionen und exzellenten Musik-Leveln sogar auch noch. Besonders, wenn wir dann auch noch im Koop-Modus für Chaos im Sack-Königreich sorgen.

Wirkliche Fehltritte leistet sich der PS5-Starttitel zudem ebenfalls nicht, weshalb wir Sackboy: A Big Adventure guten Gewissens empfehlen können. Wem neben Spider-Man oder Demon's Souls der Sinn nach einem wunderschönen und charmanten Abenteuer steht, sollte sich das Abenteuer des Stoffmännchens keinesfalls entgehen lassen.


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