Immortals Fenyx Rising Test auf PS5: Wohlfühl-Open-World… | EarlyGame
Die Wohlfühl-Open-World des Jahres

Immortals Fenyx Rising im Test auf PS5

Gaming
Fenyx bekämpft einen Bären. Das Open-World-Game Immortals Fenyx Rising entpuppt sich im Test als Überraschung
Das Wohlfühl-Open-World-Game für kalte Wintertage: Immortals im Test. (Quelle: Ubisoft)

Das neue Open-World-Spiel Immortals Fenyx Rising von Ubisoft fühlt sich ein Bisschen so an, wie das Uneheliche Kind von Assassin’s Creed: Odyssey und The Legend of Zelda: Breath of the Wild. Aber ist das jetzt gut oder schlecht? Das verraten wir euch in unserem Test auf der PlayStation 5.

Während die meisten von euch vermutlich noch das mittelalterliche England in Assassin’s Creed: Valhalla erkunden, steht uns mit Immortals Fenyx Rising bereits das nächste Open-World-Abenteuer von Ubisoft ins Haus. Dabei wandelt das Game konstant zwischen frischen Ideen und altbekannten Konzepten. Doch ein Abstecher ins antike Griechenland lohnt sich, wie unser Test beweist.

Fenyx bekämpft einen Zyklopen. Immortals Fenyx Rising entführt euch in die griechische Mythologie
Kunterbunte Achterbahnfahrt durch die griechische Mythologie: Immortals sorgt für gute Laune. (Quelle: Ubisoft)

Aus Gods & Monsters wird Immortals Fenyx Rising

Immortals Fenyx Rising hat es wahrlich nicht leicht. Innerhalb von nur rund einem Monat ist es das dritte, riesige Open-World-Spiel von Ubisoft. Ob da ein kunterbuntes Cartoon-Abenteuer einer brandneuen Marke gegen die Platzhirsche Watch Dogs: Legion und Assassin’s Creed Valhalla bestehen kann?

Das kann es durchaus, denn Immortals Fenyx Rising hat das, was viele moderne Ubisoft-Games vermissen lassen: eine Seele. Zumal der Umfang im Vergleich zu beiden genannten Spielen überschaubar ausfällt. Rund 40 Spielstunden sind nötig, um das Abenteuer der namensgebenden Heldin Fenyx durchzuspielen.

Innerhalb dieser Zeit arbeitet ihr allerdings nicht die typischen, aus der Ubisoft-Formel zusammengeklöppelten, Nebenmissionen ab. Immortals Fenyx Rising hebt sich gekonnt von seinen Konkurrenten ab und wartet mit vielen frischen Ideen auf – auch, wenn Besitzer der Nintendo Switch sich fast minütlich an The Legend of Zelda: Breath of the Wild erinnert fühlen. Aber das muss ja nichts Schlechtes sein.


Die Story von Immortals Fenyx Rising

Haben wir unsere wahlweise männliche oder weibliche Hauptfigur im Editor zusammengeschustert, kann das Abenteuer auch schon beginnen. Fenyx strandet nach einem Schiffbruch auf der Goldinsel aus der griechischen Mythologie.

Eigentlich ist Fenyx alles andere als tapfer, doch da Oberbösewicht Typhon mal eben alle griechischen Gottheiten ihrer Essenzen beraubt und zudem unseren Bruder (und alle Menschen) in Stein verwandelt hat, liegt es fortan an uns, dem Sohn von Gaia und Tartaros Einhalt zu gebieten.

Na ein Glück dass die Trotzphase unseres Kindes nicht derlei Ausmaße annimmt, wie die von Typhon.


Während die Handlung von Immortals Fenyx Rising zwar in ihrer Komplexität keine Bäume ausreißt, ist es die einzigartige Erzählweise, die das Action-Adventure so besonders macht. Denn erzählt wird die Story durch einen mitunter aberwitzigen Dialog zwischen Zeus und Prometheus.

Regelmäßig lassen uns die Gespräche der beiden Schmunzeln oder zaubern ein Lächeln auf unser Gesicht. Eine wohlige Abwechslung zur gerne mal recht trocken präsentierten Mythologie in Videospielen, die zudem hervorragend zur knallbunten Comic-Optik des Spiels passt.

Die bunte Spielwelt von Immortals Fenyx Rising sieht beeindruckend aus
Im Rahmen der Story helfen wir verschiedenen Göttern, ihre Kraft zurückzuerlangen. (Quelle: Ubisoft)

Go with the flow: das Gameplay

Auch aus spielerischer Sicht macht Immortals Fenyx Rising eine Menge richtig, wenngleich nicht alle Ideen und Konzepte aufgehen. Dass sich das Spiel trotz Parallelen zu Assassin’s Creed: Odyssey stark von der typischen Ubisoft-Open-World-Formel abhebt, rechnen wir den Entwicklern aus Quebec hoch an.

Im malerischen Comic-Griechenland grasen wir nämlich nicht einfach eine mit Symbolen zugemüllte Weltkarte ab, wir suchen unseren eigenen Weg durch die offene, in mehrere Inseln unterteilte Spielwelt. Wir interagieren mit unserer Umgebung, lösen kleinere Rätsel, sammeln Items um unsere Hauptfigur aufzuwerten oder wagen uns an göttliche Herausforderungen.

Fenyx löst ein Fresken-Rätsel. Die Spielwelt von Immortals Fenyx Rising strotzt nur so vor Abwechslung
Puzzles, Rätsel und Herausforderungen sorgen für willkommene Abwechslung. (Quelle: Ubisoft)

Damit befriedigt (und belohnt) Immortals unseren Entdeckerdrang, wie kaum ein anderes Ubisoft-Game der letzten Jahre. Diese spielerische Freiheit in der Erkundung ist die größte Stärke des Spiels, denn in jedem Winkel der in sieben Regionen unterteilten Welt warten spannende Geheimnisse auf uns.

Die werden meist aber auch von griechischen Monstern wir Zyklopen, Höllenhunden oder Bären und Wildschweinen bewacht. Dass wir uns denen in actionreichen Kämpfen erwehren, versteht sich natürlich von selbst.

Wer zuletzt Assassin’s Creed Valhalla gespielt hat, findet sich im Kampfsystem von Immortals Fenyx Rising sofort zurecht – nur dass hier alles ein wenig simpler und somit einsteigerfreundlicher gestaltet ist. Mit Blocks, Paraden oder Ausweichmanövern (inklusive Verlangsamung der Zeit) bieten die Kämpfe aber mehr als genug Tiefgang.

Zumal Fenyx auf drei Waffen gleichzeitig und verschiedene göttliche Fähigkeiten zurückgreift. Abwechslung pur.

Fenyx kämpft in einer feurigen Umgebung gegen mehrere Feinde.
Die actiongeladenen Kämpfe spielen sich hervorragend. (Quelle: Ubisoft)

Immortals Fenyx Breath of the Wild

Es ist allerdings unmöglich, über Immortals Fenyx Rising zu sprechen, ohne auf die allgegenwärtigen Parallelen zum Switch-Meisterwerk The Legend of Zelda: Breath of the Wild zu sprechen zu kommen. Das Abenteuer um Link und Ganon stand offenbar in vielerlei Hinsicht für das neue Game Pate.


Angefangen beim Grafikstil über die Puzzles und Ausdauer-Anzeige beim Klettern und Fliegen bis hin zu den kleinen Rätsel-Dungeons: vieles erinnert an BotW. Aber warum nicht ein paar Ideen aus einem der besten Videospiele aller Zeiten übernehmen? Immerhin gab es seit dem Switch-Ableger im Jahr 2017 nichts vergleichbares mehr im Open-World-Genre.

Das Niveau des Nintendo-Games erreicht Immortals Fenyx Rising dabei zwar zu keinem Zeitpunkt und hat vor allem hinsichtlich des Open-World-Designs das Nachsehen, und doch lohnt sich der Ausflug in diese familienfreundliche Cartoon-Variante der griechischen Mythologie voll und ganz.

Aus spielerischer Sicht wagt Ubisoft mit dem Titel Experimente, die fast alle aufgehen und letztlich im vielleicht spannendsten und spaßigsten Ubisoft-Game der letzten Jahre gipfeln. Immortals Fenyx Rising ist eine größten (positiven) Spiele-Überraschungen des Jahres 2020.


Fazit zu Immortals Fenyx Rising

Immortals Fenyx Rising ist für uns die vielleicht größte Überraschung des Jahres. Die farbenfrohe Reise in die griechische Mythologie vereint, trotz etlicher Anlehnungen an andere Games, derart viele frische Ideen in sich, die in der Summe ein exzellentes Open-World-Abenteuer für die ganze Familie ergeben.

Ein wirklich gelungenes Spiel, in das man zwischendurch immer mal wieder hineinschnuppert, um ein paar Rätsel zu lösen, Gegner zu verdreschen oder einfach nur die wunderschöne Welt zu erkunden.

Dank malerischer Comic-Grafik und gelungenem Design der Welt ist es zudem auch nach 20 Spielstunden immer wieder ein Genuss, einfach nur über die Inseln zu fliegen und die Mythologie auf sich wirken zu lassen.

Dass Immortals Fenyx Rising dabei weder in den Kämpfen noch bei der Charakterentwicklung oder Story derart tief ins Detail geht wie seine offensichtlichen Vorbilder, hat aber auch etwas Positives. Mehr leichtgängigen und entspannten Spielspaß zum Wohlfühlen in einer offenen Welt bietet derzeit kaum ein anderes Spiel.


Immortals Fenyx Rising ist seit dem 03. Dezember für PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X, Nintendo Switch und Google Stadia erhältlich.

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