Namensänderung: FIFA wird zu EA SPORTS FC

Namensänderung: FIFA wird zu EA SPORTS FC

FIFA-Publisher EA SPORTS wird die Fußballsimulation wohl tatsächlich umbenennen. Die Namensänderung wird konkret, Dokumente zeigen, dass der Name EA SPORTS FC als Marke gesichert wurde. Die Forderungen der FIFA sind einfach zu hoch.
FIFA EA Sports Umbenennung Neuer Name
Wie schaut die Zukunft von FIFA aus? | © EA Sports

Seit dem Release von FIFA 22 haben sich über 9 Millionen in die Tiefen der Fußballsimulation gestürzt. Ganze 7,5 Millionen haben sich sogar im Ultimate Team Modus versucht. Auch wenn dieses Jahr 35 Prozent weniger Discs verkauft wurden, hat FIFA 22 seinen Vorgänger in den Verkaufszahlen überholt. Der Titel von FIFA 21 als erfolgreichstes FIFA aller Zeiten könnte also schon bald weitergereicht werden.

Aber was sind die nächsten Pläne von EA Sports? Ruht sich der Publisher auf dem Erfolg aus? Überhaupt nicht! Es soll nämlich eine Revolution anstehen – EA will FIFA umbenennen! Aber was steckt dahinter?

In einer Pressemitteilung von EA hat Cam Weber, Executive Vice President von EA Sports, erklärt, dass der Publisher die Verträge über die Namensrechte mit dem internationalen Fußballverband (FIFA) noch einmal überprüft und über eine mögliche Namensänderung nachdenkt.

Die Gründe sind offensichtlich: Einerseits zahlt EA jedes Jahr eine hohe Summe an die FIFA, um den Namen überhaupt verwenden zu können. Andererseits könnte die Spielreihe einen neuen Anstrich gebrauchen – ähnlich wie es Konkurrent mit PES und eFootball gemacht hat.

Neuer Name für FIFA? EA Sports denkt über Umbenennung nach

Jedes Jahr fließen rund 85 Millionen Euro in die Kassen der nicht gewinnorientierten Organisation FIFA. Klar, EA scheffelt allein mit FIFA Ultimate Team über 1,5 Milliarden Euro – jedes verdammte Jahr. Sollte der Vertrag mit dem Fußballverband neu verhandelt werden müssen, wird ziemlich sicher auch der Preis steigen. Die Fußballsimulation wächst immer weiter und fesselt jedes Jahr mehrere Millionen Leute an den Bildschirm. Warum dann nicht einfach mehr für die Namensrechte verlangen?


Um höheren Kosten aus dem Weg zu gehen, kann EA auch den einfacheren Weg wählen und wie Konami seine erfolgreiche Spielreihe umbenennen. Der japanische Hersteller hat sich dazu entschieden seine Marke Pro Evolution Soccer (PES) in eFootball umzubenennen und ihr ein neues Gesicht zu verleihen. Hat jetzt im Nachhinein nicht so geklappt. Denn wenn das Spiel kacke ist, hilft auch ein neuer Name nichts.

Neue Marke: EA SPORTS FC soll FIFA ersetzen

Obwohl die Verkaufszahlen also Wahnsinn sind und EA auch dank kranken Gewinnen duchs FIFA Ultimate Team im Geld schwimmt, wird der 2022 auslaufende Vertrag mit der FIFA nicht verlängert. Zuletzt wurde der Vertrag 2013 ausgehandelt, nach dem 31.12.2022 ist Schluss. Nach mehr als 30 Jahren "FIFA" in unseren Regalen und auf den Konsolen, müssen wir uns dann an einen neuen Namen gewöhnen.

Die Pläne hierzu werden konkret, denn am Wochenende vom 09.-10. Oktober gab es die offizielle Bestätigung, dass sich EA den Namen EA SPORTS FC als Marke gesichert hat. Wir wollen mal nicht zu spektakulär etwas behaupten aber: Die Namensänderung wird tatsächlich kommen.

Nein, im Ernst: Es hört sich alles ganz konkret an – aber es kann natürlich auch eine Verhandlungstaktik von EA sein. Wenn sie konkrete Pläne haben, die Reihe umzubenennen, dann hat die FIFA eine schlechtere Verhandlungsposition und verlangt vielleicht weniger für die Namensrechte.

FIFA fordert Milliarden – Neuer Lizenzvertrag unrealistisch

Wie die New York Times berichtet hat, soll die FIFA ihre Forderungen deutlich erhöht haben. Während der letzte Vertrag über 10 Jahre (ca. 850 Millionen Euro) gelaufen ist, will der Weltverband jetzt mehr als das Doppelte verlangen. Mittlerweile sollen alle vier Jahre 860 Millionen Euro fällig werden. Aus der Sicht der FIFA kann man die Summer verstehen, immerhin kassiert EA mittlerweile ordentlich mit seinem Franchise ab. Ob sich der Publisher darauf einlässt?

Aber es geht angeblich nicht nur ums Geld. Insider haben berichtet, dass die FIFA nicht mit den Exklusivitätsforderungen von EA Sports einverstanden ist. Der Verband will EA's Monopol einschränken und nach anderen Möglichkeiten, mit seinem Namen Geld zu verdienen, Ausschau halten. EA Sports fordert hingegen, dass man zum Beispiel im Game selbst Highlights aus echten Spielen zeigen darf. Man merkt: Beide Seiten haben verschiedene Vorstellungen.

Am Ende des Jahres soll die Entscheidung fallen. Weder FIFA noch EA Sports wollen die Ereignisse kommentieren. Aber um euch zu beruhigen: Wenn EA Sports sein Franchise am Ende wirklich umbenennen sollte, hat das nicht so große Auswirkungen auf das eigentliche Spiele. EA hält extrem viele Lizenzen an Ligen, Vereinen und Spielern, im Grunde geht es hier nur um den Namen des Spiels und der realistischen Darstellung der Weltmeisterschaft. Der Publisher kann auf die Lizenz also eigentlich verzichten.

Bei seinen anderen Sportspielen wie Madden NFL oder auch NHL würde sich ein solcher Streit heftiger auswirken. Madden basiert auf zwei Lizenzen – einmal die Rechte an der Liga selbst und einmal die Rechte an den Spielern. Würde EA eine davon verlieren, wäre das Spiel gelaufen. Im Streit um FIFA geht es im Gegensatz dazu also nur ums Geld... und vielleicht auch um ein bisschen Prestige.

Fun Fact: Die FIFA ist sogar auf die Einnahmen aus dem Vertrag mit EA Sports angewiesen. Präsident Gianni Infantino muss für seine wahnsinnigen Projekte in den nächsten Jahren irgendwie 2 Milliarden Euro auftreiben. Da würde ihm ein neuer Vertrag in die Karten spielen. Die Verhandlungen könnten also weitergehen.

Wird FIFA 23 Free To Play?

Tatsächlich könnte Konami in dieser Geschichte eine sehr große Rolle spielen. Mit dem F2P-Modell hat das japanische Unternehmen für ordentlich Schwung gesorgt, zwischendurch wurden auch Gerüchte laut, dass FIFA 23 auch Free To Play wird. EA könnte sich dann nur noch auf Ultimate Team konzentrieren und damit immer weiter Geld scheffeln.

Bevor jetzt aber alle aufschreien und rumheulen, dass der Karrieremodus damit gestorben wäre – es gibt noch eine andere Möglichkeit. Vielleicht plant EA für seinen westlichen Markt einen ähnlichen Ableger wie FIFA Online 4. Die kostenlose FIFA Version, die bis jetzt nur für den asiatischen Markt zugänglich ist, schreibt offensichtlich auch Rekordzahlen und könnte jetzt auch für den Rest der Welt relevant werden. Wie viel an der Sache aber dran ist, bleibt noch abzuwarten.

Sollte sich FIFA wirklich umbenennen, wäre das wie ein Erdbeben. Seit 1993 kennen wir die Reihe unter dem Namen. Etwas anderes kann ich mir kaum vorstellen... Aber wir werden künftig wohl EA SPORTS FC 23 oder so kaufen. EAFC 23...? Wir spekulieren nur.

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