Ninja: Ein Streamer, der tatsächlich Skill hat | EarlyGame
Ein überraschend seltener Anblick

Ninja: Ein Streamer, der tatsächlich Skill hat

Entertainment
Ninja auf dem ESPN-Cover
Ninja war 2018 an der Weltspitze des Gamings. (Quelle: ESPN)

Tyler "Ninja" Blevins ist mit Abstand der beliebteste Streamer der Welt, auch noch Jahre nach seinem absoluten Höhepunkt. Was hat ihn so besonders gemacht? Was ist die Geschichte hinter seinem Erfolg? Das wollen wir in dieser Folge unserer Influencer-Bio-Spezial-Serie beantworten.

Hinter Ninja steckt mehr als blaue Haare und einfach das angesagteste Spiel zu einem bestimmten Zeitpunkt zu spielen. Die Überschrift deutet bereits an, was Tylers Geheimnis ist, aber wir wollen ganz von vorne anfangen, bevor wir dir sagen, wie Ninja an die Streaming-Spitze gekommen ist.

Ninja ist nicht der einzige Gaming-Influencer, den wir bislang vorgestellt haben. Kennst du schon Ludwig?

Ninja: Die Anfangsjahre

Richard Tyler Blevins wurde 1991 in Detroit, Michigan, geboren, zog aber mit seiner Familie nach Chicago, als er noch ein Baby war. Sein Lebensweg ist kein Resultat von Glück oder eines Hobbys, das sich überraschenderweise zu mehr entwickelt. Tyler Blevins wollte ein professioneller Gamer werden.

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Ninja wird zum Profi in Halo

Ninjas früher Durchbruch in der Halo 3 Esports-Szene im Jahr 2009 ist der Kern seines späteren Streaming-Erfolgs. Der Mann (damals noch ein Teenager) ist einfach ein guter Gamer. Er steht nun schon seit über einem Jahrzehnt in der Öffentlichkeit und in diesem Zeitraum ist Streaming richtig groß geworden. Man kann objektiv sagen: Die meisten Streamer sind nicht sehr gut in ihren Spielen. Sie verdienen ihr Geld hauptsächlich mit ihrer Persönlichkeit. Ninja zeichnet aus, dass er beides vereint.

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Ninjas Streaming-Start

Ninja begann zu streamen, als seine Halo-Karriere 2011 Fahrt aufnahm. In den kommenden Jahren kombinierte er beides, blieb aber in erster Linie ein professioneller Esportler. Der Vollzeitübergang zum Streaming kam erst im Sommer 2017, als seine Zeit im Halo-Roster von Luminosity Gaming zu Ende ging. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Blevins bereits einen Namen als Streamer gemacht, aber erst in den darauffolgenden Monaten wurde er zum Battle-Royale-König.

Ninja und Fortnite erobern die Welt

Man kann Ninja dafür feiern, dass er einfach weiß, wo der nächste Gaming-Trend liegt. Vor seinem überragendem Erfolg mit Fortnite versuchte er sein Glück mit dem Streamen von Z1 Battle Royale (damals bekannt als H1Z1) und PUBG. Blevins gewann sogar die PUBG Gamescom Invitational Squads-Wertung im August 2017. Wie wir schon sagten - er ist einfach ein verdammt guter Gamer.

Nachdem er bereits auf den Battle-Royale-Hype-Train aufgesprungen war, wollte der blauhaarige Amerikaner auf keinen Fall den Start eines weiteren großen Titels dieses Genres verpassen: Epics Fortnite.

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Die Ninja-Fortnite-Kombi hat einfach perfekt funktioniert. Der Epic-Launch von Fortnite hat den Battle-Royale-Markt komplett überrollt, gleichzeitig wurde Ninja der größte Streamer der Welt und nahm (nach eigenen Angaben) allein im Jahr 2018 rund 10 Millionen Dollar ein.

Ninja nach Fortnite

Tyler Blevins war, wie so ziemlich jeder Streamer mit ähnlichem Erfolg, schon in andere Geschichten verwickelt: einige gute, einige schlechte, einige lustige. Zum Beispiel hat er an zwei verschiedenen Reality-Shows teilgenommen: Family Feud und The Masked Singer. Ninja ist auch der erste professionelle Esportler, der das Cover des ESPN-Magazins ziert, und er ist außerdem die einzige "Nicht-NFL-Person", die in einer riesiegen NFL-Werbung auftritt. So populär ist er geworden.

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Kontroversen um Ninja

Auch vor Kritik ist Ninja nicht gefeit. Diese musste er vor allem wegen seines aufbrausenden Temperaments und seinen Wutausbrüchen nach einer Niederlage einstecken. Erstaunlich ist zudem, dass der ehemalige Halo-Profi in der Vergangenheit mit sexistischen und rassistischen Anschuldigungen konfrontiert wurde und diese ziemlich unbeschadet überstanden hat. Wer kann das noch von sich behaupten?

Ninja rutschte während eines Streams mit Nadeshot beim Improvisieren eines Rap-Songs beiläufig das N-Wort heraus. Nun könnte man denken, dass er nur einen Originaltext zitiert hat, aber das war nicht der Fall. Irgendwie wand sich Tyler mit der ehrlich gesagt lahmen Ausrede, er habe "kein anderes Wort rausbekommen" heraus.

Viel mehr wurde bereits darüber berichtet, dass Ninja nicht mit Frauen streamen will. Das mag dazu geführt haben, dass er noch genauer beobachtet wird, aber hier finden wir seine Erklärung sehr viel besser, als im N-Wort-Debakel. Ninja will nichts mit Spekulationen zu tun haben, die seine Ehe gefährden könnten. Fair enough.

Ninja: Was kommt als Nächstes

Wir wissen nicht genau, was als Nächstes kommt. Ninja streamt aber zum Beispiel wieder Fortnite, wie er es mit seinem Kumpel und Fußballstar Neymar getan hat, gleichzeitig will Ninja aber bis auf weiteres Fortnite nicht mehr kompetitiv spielen.

Was für ein Anblick... Amouranth hat die Kunst der Monetarisierung ihres Körpers gemeistert. Das ist ihr Werdegang.

Kann er einen weiteren Spiele-Hype nutzen, um wieder ins Rampenlicht zu gelangen? Nicht, dass er allzu weit davon entfernt wäre, da er den Account mit den meisten Followern auf Twitch hat und so. Was auch immer die Zukunft für unseren blauhaarigen Freund bereithält, wir werden dabei sein.

Nervt die Werbung? Nerven die anderen Spiele der Website? We got you, es gibt eine Lösung für all diese Probleme: Erstellt euch einfach einen MyEarlyGame Account und sucht euch aus, welchen Content ihr am liebsten habt. Diskutiert auch mit auf Twitter oder Discord.

Originlatext von Kiril Stoilov.